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  • AutorenbildAnouk Algermissen

Weihnachten als Paar managen: so vermeidet ihr Stress und Frust



Weihnachten soll die besinnlichste Zeit im Jahr sein. Doch für viele ist damit ziemlich viel Stress und Frust verbunden. Gerade bei Paaren kann es da immer wieder mal knallen und zu Konflikten kommen. Damit ihr als Team diese Zeit gut übersteht und gemeinsam die Herausforderungen, die Schwiegereltern, last minute Geschenke und eine lange To-Do-Liste für euch bereithalten, auch meistern könnt, schauen wir uns in diesem Artikel die Lösungen zu den Problemen an.


Innhaltsverzeichnis



Das “perfekte” Weihnachten


Wünschen wir uns nicht alle ein schönes Weihnachtsfest mit Schnee, tollen Geschenken und liebevollen Mitmenschen? Schon, oder? Doch die meisten von uns erleben dieses Ideal höchstens beim Schauen der neuen Coca-Cola-Werbung. Und doch haben wir dieses Bild im Kopf, dem wir vielleicht auch entsprechen wollen.


Da fängt der Druck und Stress auch schon an. Was ist, wenn die Geschenke nicht so gut ankommen oder das Essen versalzen ist oder wir uns plötzlich mit anderen streiten?


Um ein schöneres Weihnachten zu haben, müssen wir uns vielleicht ein Stück weit von dem schönen Weihnachten verabschieden, das wir im Kopf haben.

Das bedeutet nicht, dass wir auf all unsere liebsten Sachen verzichten müssen. Nein, es bedeutet vielmehr, dass wir darauf achten, wann wir uns selbst unter Druck setzen und das Gefühl haben, Erwartungen erfüllen zu müssen.


Der erste Schritt, um ein wirklich besinnliches Fest und schöne Feiertage zu haben, ist also, sich mit dem eigenen Druck auseinanderzusetzen und diesen ggf. zu hinterfragen.


Mein Tipp: Es kann helfen, all die Ideen und Vorstellungen, die man so hat, einfach mal mit dem Partner oder der Partnerin zu teilen. Dann kann man zusammen schauen, was davon umsetzbar ist.



Eltern und Schwiegereltern


Weihnachtszeit ist Familienzeit. Doch was passiert, wenn man Probleme mit den Eltern oder Schwiegereltern hat?


Das können Probleme sein wie:


  • man fühlt sich schnell getriggert

  • man hat andere Werte oder Überzeugungen

  • man erlebt Druck oder starke Erwartungen

  • man fühlt sich allein gelassen


Gehen wir einmal die drei größten Probleme durch und schauen uns an, wie man sie lösen kann.



Konfliktthemen


Weihnachten bei Tisch über die Lage der Welt und Politik zu sprechen - für viele ein Horrorszenario. Doch leider bleibt es häufig nicht aus, dass konfliktreiche Themen angeschnitten werden. Wie also damit umgehen?


Na klar, man kann das Thema wechseln. Manchmal ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt, über Kriege oder Klimakatastrophen zu sprechen. Wenn man jedoch merkt, dass das nicht klappt, ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen. So etwas wie:


“Mir wird dieses Thema gerade zu viel. Ich verstehe, dass es wichtig ist, sich darüber zu unterhalten, aber in mir löst das gerade ganz viel Druck aus. Ich fühle mich damit sehr unwohl. Wäre es okay, wenn ihr das Thema unter euch besprecht und wir uns angenehmeren Dingen zuwenden?”

Trigger


Starke Emotionen sind meistens noch etwas schwerer zu händeln als aufgeladene Themen.


Wenn du bemerkst, dass du mehr und mehr unter Druck bist und deine Emotionen immer stärker werden, ist es wichtig, dass du einen Plan für dich parat hast.


Das kann z.B. sein, deinem Partner / deiner Partnerin ein Zeichen zu geben, dass es dir nicht gut geht. Oder dich für einen Moment zurückzuziehen, um dich selbst zu beruhigen. Vielleicht würde es dir dann helfen, deinen Partner / deine Partnerin kurz zu umarmen oder sich einfach an den Händen zu halten und tief einzuatmen.


Mein Tipp: Achtet aufeinander und sprecht vorher darüber, woran ihr erkennen könnt, ob es der anderen Person nicht gut geht.


Auftreten als Paar


Es kann aber auch vorkommen, dass wir nicht mehr das Gefühl haben, ein Team zu sein. Das passiert meist dann, wenn wir plötzlich alleine da stehen - sei das jetzt im wörtlichen oder übertragenen Sinne. Vielleicht ergreift der Partner plötzlich Partei für jemand anderen oder die Partnerin geht nicht auf einen ein.


In solchen Situationen müssen wir den verlorenen Kontakt zueinander wieder herstellen. Beispielsweise indem man sagt:


“Hey du, kann ich kurz mit dir sprechen? Ich brauche dich gerade an meiner Seite. Mir würde das gerade so gut tun, wenn du mich vor deinem Onkel etwas in Schutz nehmen könntest. Ist das okay?”


Aufgaben und To-dos


Weihnachtsstress kennen wahrscheinlich die meisten von uns:


  • nur noch schnell die letzte Zutat fürs Festmahl besorgen

  • die Geschenke hübsch verpacken

  • alle Leute organisieren

  • Rezepte raussuchen

  • die Wohnung dekorieren

  • etc.


All diese Dinge führen natürlich nicht unbedingt dazu, dass wir tiefenentspannt und gelassen aufeinander zugehen. Nein, man zickt mal rum, pampt sich an und wenn dann noch ein besonders heikles Thema dazukommt, kann es auch Streit geben.


Wie können wir das verhindern?


Einen Plan machen


Es klingt so einfach und doch machen wir es häufig nicht so: uns frühzeitig zusammenzusetzen und einen Plan zu machen.


Doch könnte euch dies Struktur und Ruhe geben. Der Stress kommt ja meistens erst dann, wenn wir das Gefühl haben, überfordert zu sein und nicht mehr zu wissen, wo wir eigentlich anfangen müssen.

Probleme in der Partnerschaft folgen dann, wenn wir das Gefühl haben, alles alleine machen zu müssen oder nicht am gleichen Strang zu ziehen.


Dinge, die ihr als Paar besprechen könnt:


  • Welche Aufgaben fallen an?

  • Welche Dinge haben Priorität?

  • Welche Situation könnte einen überfordern?

  • Wie wollen wir die To-dos aufteilen?

  • Haben wir einen Notfallplan, falls etwas schiefgeht?

  • Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?



Ressourcen stärken


Um Frust und Stress zu vermeiden, sollten wir aber nicht nur versuchen, die negativen Dinge besser zu managen. Wir können zudem auch noch die positiven Dinge und unsere Ressourcen aktiv fördern.


Das bedeutet konkret:


  • sich Auszeiten nehmen

  • Grenzen setzen

  • sich darauf besinnen, was an Weihnachten wirklich wichtig ist

  • einander einfach mal in den Arm nehmen

  • die Dinge machen, die einem Freude bereiten (wie Sport oder lesen)

  • in der Hektik einen Moment nur für uns nehmen


Wenn wir uns besser fühlen und mehr Ressourcen haben, dann wird auch die Weihnachtszeit schöner. Doch diese Momente der Ruhe oder Verbundenheit müssen wir manchmal ganz bewusst in unsere Tagesplanung integrieren.



Zusammenfassung


Du hast es vielleicht schon gemerkt: das Gegenmittel zu Stress und Druck zu Weihnachten (und eigentlich sonst auch überall) liegt darin, über diese Dinge zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Wenn du also merkst, dass dich etwas unter Druck setzt, dann versuche es beim nächsten Mal anzusprechen und dich deinem Partner oder deiner Partnerin zu öffnen.


Wenn du mehr Formulierungen und Tipps hierzu möchtest, findest du sie auf meinem Instagram-Account @paarpsychologie.





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