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  • AutorenbildAnouk Algermissen

5 Zeichen einer gesunden Beziehung



Du möchtest eine liebevolle, glückliche und gesunde Beziehung führen? Dann geht es dir, wie den meisten von uns, die sich nach einer Partnerschaft sehnen, in der ihre Bedürfnisse erfüllt werden und in der man zusammen als Paar wachsen kann. Doch vielen ist nicht bewusst, dass sie an den falschen Stellen schauen, ob das mit einer Person auch wirklich möglich ist. Ich möchte heute mit dir fünf Zeichen durchgehen, die abseits vom Hollywood-Kitsch tatsächlich Aufschluss über eine Beziehung geben können und dabei über das klassische “Naja man braucht halt Respekt und Kommunikation” hinausgehen.





Was ist eine gesunde Beziehung?


Wir alle haben uns sicher schon mal gefragt, was eine gesunde Beziehung ausmacht. Wie kriegen diese glücklichen Paare das nur hin?! Viele Menschen vermuten, dass diese Paare sich nicht streiten. Doch das muss nicht immer ein gutes Zeichen sein.


Wichtig: Eine gesunde Beziehung ist nicht zwangsläufig eine Beziehung ohne Streit. Auch Paare, die sich streiten, können eine gesunde Beziehung führen, wenn beide an sich arbeiten und wieder zusammenfinden. Umgekehrt kann es in Beziehungen ohne Streit vorkommen, dass sie deshalb nicht gesund sind, weil zu wenig Kommunikation stattfindet.

Aber was macht eine gesunde Beziehung dann aus?


Vielleicht hast du auch schon so Allgemeinplätze gehört wie “gute Kommunikation” oder “richtig streiten”, aber was genau das heißt, ist dir noch schleierhaft. Deshalb gehen wir jetzt auf 5 konkrete Zeichen und konkrete Beispiele ein, damit du deine Beziehung “prüfen” und gegebenenfalls direkt Veränderungen umsetzen kannst.


Zeichen 1: Man nimmt den anderen als Teammitglied und nicht als Feind wahr


Im Laufe einer Beziehung kann es passieren, dass wir in angespannten Situationen das Gefühl haben, die andere Person ist nicht auf unserer Seite. Oder schlimmer noch: Wir erleben unsere Partnerin / unseren Partner als "Gegner". Gerade wenn wir streiten und uns immer mehr in unseren Argumenten verbeißen, kann das ganz schnell passieren.


Doch woher kommt das?


Diese Veränderung in der Wahrnehmung der anderen Person geht meist auf emotionale Verletzungen in der Beziehung zurück, die nicht aufgearbeitet wurden. Im Klartext: Wenn es zwischen euch eine beschissene Situation gibt, die nicht geklärt wird, nimmt man ein schlechtes Gefühl mit.


Das macht sich z.B. in folgenden Gedanken bemerkbar: “Ah ja, da sehe ich es doch wieder. Ihm ist eigentlich egal, wie es mir damit geht.” oder “War ja klar, sie denkt wieder mal nur an sich.


In gesunden Beziehungen wird diesen negativen Gefühlen entgegengewirkt. Es gibt also so viel Positives, dass die Streitereien weniger ins Gewicht fallen und beide arbeiten hart daran, verletzte Gefühle zu verstehen und zu heilen. Menschen in gesunden Beziehungen schaffen es über die Zeit hinweg ein starkes Wir-Gefühl und Vertrauen ineinander zu etablieren.


Beispiele
  • man fühlt sich mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen gesehen

  • man unterstützt einander

  • auch wenn man sich streitet, weiß man am Ende des Tages, dass man auf der gleichen Seite ist




Zeichen 2: Man fühlt sich sicher genug, man selbst zu sein


Wir kennen das vermutlich alle: gerade am Anfang einer Beziehung versuchen wir die beste Version unserer Selbst zu sein und all unsere komischen Charaktereigenschaften und Macken etwas zu zügeln. Das ist auch vollkommen normal für den Anfang einer Beziehung. Zum Problem wird es erst , wenn wir davon auch nach einiger Zeit nicht loslassen können.


Was in einer gesunden Beziehung passieren sollte ist, dass Sicherheit und Nähe immer größer werden, sodass wir auch intimere Seiten unseres Selbst offenbaren können. Wir fühlen uns geborgen und gesehen.

Wenn das nicht passiert und wir uns nach wie vor verstecken müssen, kann dies ein Zeichen für fehlende Sicherheit und geringes Vertrauen in der Partnerschaft sein.


Diese Ängste man selbst zu sein, können auch noch älter sein als die Beziehung und von vergangenen emotionalen Verletzungen z. B. in der Kindheit herrühren


Beispiele
  • man traut sich Fehler vor der anderen Person zu machen

  • man spricht über Dinge, die einen angreifbar machen

  • man traut sich Bedürfnisse klar anzusprechen


Du möchtest herausfinden, ob das auf dich und deine Beziehung zutrifft? Dann stelle dir folgende Frage:


Welchen Teil von mir muss ich verstecken, damit die Beziehung “funktioniert”?


Zeichen 3: Man lernt gemeinsam zu kommunizieren


Gute Kommunikation ist ein dickes Ding. Es ist und bleibt nicht einfach - keine Frage. Doch die gute Nachricht ist: Wir müssen nicht perfekte Kommunikationsprofis sein, um eine gesunde Beziehung zu führen.


Wichtiger als perfekt kommunizieren zu können ist, zusammen an der Kommunikation zu arbeiten und den Status Quo nicht hinzunehmen, wenn etwas nicht funktioniert.

Was man gemeinsam lernen sollte:


  • wie spreche ich meine Bedürfnisse und Emotionen an?

  • wie schaffe ich es aufmerksam zuzuhören, auch wenn ich anderer Meinung bin?

  • wie gelingt Kommunikation, die tiefer geht als nur reiner Austausch?

  • wie schaffe ich es, zu einer offenen, neugierigen Haltung zu kommen, obwohl ich innerlich aufgebracht bin?


Kommunikation ist nicht nur reiner Austausch von Informationen, sondern eine Möglichkeit, emotionale Nähe herzustellen.


Damit ihr gemeinsam eure Kommunikation verbessern könnt, müsst ihr euch und euren Partner / eure Partnerin gut kennen. Weißt du, wann eure Kommunikation den Bach runtergeht? Was passiert dann mit dir?


In einer Partnerschaft haben wir den Vorteil, dass uns die andere Person dabei helfen kann, aus den alten Mustern besser rauszukommen.


Beispiele

  • man setzt sich nach einem Streit zusammen und überlegt , wo man falsch abgebogen ist

  • man übernimmt Verantwortung für Fehler und erklärt, wie es dazu kam man hilft sich gegenseitig besser zu kommunizieren


Zeichen 4: Man möchte die andere Person verstehen


Eine offene und zugewandte Haltung der anderen Person gegenüber ist das A und O in einer Beziehung. Leider kommt es häufig vor, dass wir selber Annahmen über die andere Person und ihre Intentionen treffen. Wir erstellen eine Geschichte in unserem Kopf, die uns davon abhält, nachzufragen und in die Kommunikation zu gehen.


Gesunde Beziehungen erkennt man u.a. daran, dass beide PartnerInnen aufeinander zugehen und neugierig bleiben.

Das bedeutet, dass wir unsere Meinungen und Annahmen für einen Moment zurückstellen, um wieder offen für die Sicht des anderen zu werden. Erst dann erlebt unser Gegenüber uns auch als offen und vertrauensvoll. Dies ist das Mittel gegen Streit und Missverständnisse.


Keine Frage, gerade wenn man selbst verletzt, ist es verdammt hart, einen Schritt auf den anderen zuzumachen und offen zu bleiben. Wir müssen das auch nicht sofort umsetzen können. Wichtig ist nur, dass wir uns immer wieder daran erinnern, diese Haltung einzunehmen oder etwas dagegen zu unternehmen, wenn uns auffällt, dass wir das nicht mehr können.


Beispiele
  • man stellt Fragen anstatt Dinge vorauszusetzen

  • man gibt der anderen Person die Chance sich zu erklären

  • man geht nach schwierigen Situationen wieder aufeinander zu und lässt die Kommunikation nicht abreißen



Zeichen 5: Jeder arbeitet an seiner eigenen Entwicklung


In einer Partnerschaft (von zwei Menschen) hat jeder einen Anteil von 50% an der Beziehungsdynamik. Das bedeutet auch, dass jeder eine Verantwortung für diesen Anteil hat.

Jetzt gibt es Beziehungen, in denen die Schuld häufig bei der anderen Person gesucht wird. Oder man merkt, dass man sehr viel in die Beziehung investiert hat und wenig von der anderen Person zurückbekommt. Dies führt bei den meisten Paaren zu Problemen.


Wichtig: nicht nur eine Person, sondern beide sollten motiviert sein hinzugucken, auch wenn es mal unangenehm wird

Damit man sich langfristig wohlfühlt, muss man wissen, dass man sich auf die andere Person verlassen kann und im gleichen Boot mit ihr sitzt. Wenn man nicht die Unterstützung bekommt, die man sich ersehnt, geht das meist nicht lange gut.


Warum ist es so wichtig, an sich selbst zu arbeiten?


  • Nur wer sich selbst gut kennt, kann sich auch verändern

  • Das stärkt das Selbstvertrauen und fördert die Selbstwirksamkeit

  • wenn wir unsere eigenen Trigger beruhigen können, fällt es uns leichter, aus Teufelskreisen auszusteigen

  • wir übernehmen Verantwortung für unser Verhalten

  • ich kann auf einem ganz anderen Level mit meinem Partner / meiner Partnerin über meine Bedürfnisse kommunizieren

Beispiele
  • man übt, seine Trigger und Muster besser wahrzunehmen

  • man macht sich nicht von der anderen Person abhängig

  • man bildet sich fort und hat die Motivation sich weiterzuentwickeln



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